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© Symbolbild: dpa
15.08.2011

Späte Sommerferien bleiben mindestens bis 2017

Stuttgart (dpa/lsw) - Baden-Württemberg wird sich auch weiterhin nicht am rotierenden Schulferien-System der anderen Bundesländer beteiligen. Die seit 1995 geltende Regelung, wonach die Sommerferien im Südwesten und in Bayern am Ende der regional gestaffelten Sommerferien-Termine liegen, bleibe zumindest bis 2017 bestehen, sagte eine Sprecherin von Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) der Nachrichtenagentur dpa.

Mit der Festlegung der Sommerferien von 2018 an werde sich die Kultusminister-Konferenz zwei bis drei Jahre vor dem neuen Sommerferien-Turnus befassen. Zuvor will das Kultusministerium nach Angaben der Sprecherin Eltern, Schüler, Arbeitgeber und Arbeitnehmer anhören.

«Baden-Württemberg hat sich für einen festen Ferientermin entschieden, weil für die Stoffvermittlung im zweiten Schulhalbjahr eine nahezu konstante Anzahl von Unterrichtswochen zur Verfügung steht, was beim rollierenden System nicht der Fall ist», erklärte die Sprecherin. Dadurch könnten die schriftlichen Abiturprüfungen auf die Zeit nach Ostern terminiert werden. Außerdem hätten die Schulen so einen ausreichend langen Zeitraum für die mündlichen Prüfungen.

Wenn sich der Südwesten am rotierenden System der anderen Bundesländer beteiligen sollte, würde der frühere Beginn der Sommerferien außerdem «die bei der Bevölkerung sehr beliebten zweiwöchigen Pfingstferien ausschließen», sagte die Ministeriumssprecherin.