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Nichts für Mamas Küche: Gerauchte oder als Tee genossene Kräutermischungen wie Spice dienen dazu, Rauschzustände zu erzeugen.
Nichts für Mamas Küche: Gerauchte oder als Tee genossene Kräutermischungen wie Spice dienen dazu, Rauschzustände zu erzeugen. © dpa
05.04.2011

Spice-Razzia: Polizei beschlagnahmt Kräutermischungen

Mit Durchsuchungen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind Ermittler am Dienstag gegen mutmaßliche Händler illegaler Kräutermischungen vorgegangen. Dabei seien «umfangreiche Beweismittel» für den Handel mit solchen Mischungen gefunden worden, teilten die Frankenthaler Staatsanwaltschaft und das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt mit.

Die Händler sollen Kräutermischungen vertrieben haben, die wegen ihrer Wirkstoffe unter das Arzneimittelgesetz fallen. Die Mischungen enthalten sogenannte synthetische Cannabinoide, die wegen ihrer berauschenden Wirkung vor allem von Jugendlichen geraucht oder als Tee getrunken werden.

Das kann fatale Folgen haben: So verloren etwa im vergangenen Jahr in Landau zwei Menschen zeitweise das Bewusstsein. Die Beschuldigten bezogen die Mischungen nach Angaben des LKA aus dem «benachbarten Ausland» und verkauften sie vor allem über das Internet im gesamten Bundesgebiet.

Die Ermittlungen richten sich bislang gegen drei Männer und zwei Frauen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Sie sind zwischen 35 und 58 Jahre alt. Durchsucht wurden acht Wohn- und Geschäftsräume, unter anderem in Mannheim. dpa