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Laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" hat die Bahn die Kosten für das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21 schöngerechnet.
Laut Nachrichtenmagazin "Spiegel" hat die Bahn die Kosten für das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21 schöngerechnet. © dpa
03.07.2011

"Spiegel": Bahn hätte Stuttgart 21 beenden müssen

STUTTGART. Die Deutsche Bahn hat nach einem „Spiegel“-Bericht die Kosten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 seit 2002 geschönt. Mit den bahnintern berechneten Kosten hätte aber das Projekt nach den eigenen Vorgaben der Bahn beendet werden müssen.

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Das gehe aus Unterlagen der Deutsche-Bahn-Töchter DB Projektbau und DB Netz hervor, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Es handele sich dabei um Vermerke, Protokolle und Berechnungen aus den Jahren 2002 bis 2010. Die Dokumente legten zudem den Schluss nahe, dass bereits vor zwei Jahren bahnintern die Kosten für den Bahnhofsumbau mit weit über 4,5 Milliarden Euro berechnet wurden. Das hätte jedoch das Aus für das Projekt sein müssen.

Auch zuvor habe die Bahn den Unterlagen zufolge die Kosten gegenüber der Öffentlichkeit deutlich niedriger angegeben als intern errechnet. Ende 2002 soll die Differenz 700 Millionen Euro betragen haben, im März 2005 bereits 1,3 Milliarden Euro.

In der Öffentlichkeit sprach die Bahn damals von Kosten für Stuttgart 21 in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Die Projektbauer der Deutschen Bahn hätten hingegen die Kosten auf 4,1 Milliarden Euro veranschlagt. Das entsprach der Summe, die Bahn-Chef Rüdiger Grube erst über vier Jahre später als die zu erwartenden Kosten bekannt gab. Zu jenem Zeitpunkt allerdings lagen die internen Berechnungen laut «Spiegel» schon bei mehr als 5 Milliarden Euro.

Ein Bahn-Sprecher wollte sich nach Angaben des Blattes zu Details nicht äußern, erklärte aber, «unterschiedliche Investitionssummen» seien nichts Ungewöhnliches. Sie ergäben sich aus «unterschiedlichen, fortgeschrittenen Planungsständen». Solche Berechnungen anzustellen, sei «die ausdrückliche Aufgabe der Projektleitung». dpa

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