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notatzr © Symbolbild: dpa
19.01.2019

Sprinter-Fahrer behindert Rettungswagen mit krankem Kind an Bord

Freiburg. Der Rettungswagen mit einem kranken Kind an Bord war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Ein echter Notfall. Doch statt rechts ran zu fahren und Platz für den Rettungswagen zu machen, hat der Fahrer eines blauen Mercedes-Kastenwagens am Freitagmittag auf der B31 in Richtung Freiburg über mindestens drei Kilometer und mehrere Minuten die Sanitäter am Überholen gehindert.

Laut einem Polizeisprecher sei der Sprinter-Fahrer um 13.25 Uhr bei Buchenbach immer wieder weit nach links auf die Gegenfahrbahn gefahren. Erst kurz bevor die Fahrbahn zweispurig wurde, konnte das Einsatzfahrzeug überholen. Ob diese mutmaßlich bewusst herbeigeführte Verzögerung des Notfalltransports dem kranken Kind geschadet hat, war zu nächst nicht bekannt.

„Der beschriebenen Fahrweise nach besteht der Verdacht, dass dies mit Vorsatz geschah“, teilt der Polizeisprecher mit. Die Polizei ermittelt wegen Nötigung, wobei das Fahrverhalten des Sprinterfahrers nicht nur gefährlich für sich und den Rettungswagen gewesen sein könnte. Letztlich hat er eventuell auch die Gesundheit eines kranken Menschen aufs Spiel gesetzt.

Am Samstag gab die Polizei bekannt, man habe den Halter des Autos ermittelt. Der Fahrer des Rettungswagens habe einen Hinweis zum Autokennzeichen geben können, sagte ein Polizeisprecher. Wer hinter dem Steuer des Autos saß, müsse nun erst noch ermittelt werden, hieß es. Bislang konnte die Polizei den Halter noch nicht erreichen.