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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen private Wachmänner aus Asylheim.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen private Wachmänner aus Asylheim © dpa
10.10.2014

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen private Wachmänner aus Asylheim

Nach Misshandlungsvorwürfen eines Asylbewerbers in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Karlsruhe ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen private Wachmänner der Einrichtung. Es bestehe der Anfangsverdacht der Körperverletzung gegen bislang unbekannte Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, teilte die Behörde am Freitag mit.

Der Asylbewerber hatte gesagt, dass andere Heimbewohner ihn zu Unrecht des Drogenbesitzes bezichtigt und die Wachmänner ihn dann grundlos schmerzhaft gefesselt hätten. Ob den Sicherheitsleuten tatsächlich ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann, sollen die Ermittlungen klären.

Dabei wird auch geprüft, ob ein Fehlverhalten von Polizisten im späteren Gewahrsam vorliegen könnte. Der Flüchtling hatte einem ehrenamtlichen Helfer berichtet, dass er sich auch von der Polizei nicht gut behandelt gefühlt habe. Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten durch Beamte sieht die Staatsanwaltschaft bisher nicht.

Die Polizei war am 2. September in die LEA gerufen worden, weil ein Heimbewohner in der Pforte «randaliert, gespuckt und gebissen» habe. Nach damaliger Auskunft des Sicherheitsdienstes habe der Mann bereits am Vorabend für Probleme gesorgt. Ihm sei deshalb für die Nacht ein Hausverbot erteilt worden, so die Staatsanwaltschaft.