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Gisela Erler (Bündnis 90/Die Grünen), Staatsrätin in Baden-Württemberg, geht dvon aus, dass der Nationalpark Nordschwarzwald kommen wird. © dpa
14.05.2013

Staatsrätin Erler (Grüne): Gutachten hat Nationalpark-Debatte entschieden

Nach Überzeugung von Staatsrätin Gisela Erler (Grüne) wird es den Nationalpark im Nordschwarzwald trotz der ablehnenden Voten in sieben befragten Gemeinden geben. «Das "Ob" stehe nicht infrage, denn letztlich hinge das "Ob" von dem Gutachten ab, das im April vorgestellt wurde.

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Die "Pforzheimer Zeitung" veröffentlicht am Mittwoch ein Interview mit Staatsrätin Erler, in dem sie ausführlich auf das Nationalpark-Thema eingeht. Sie können das komplette Interview im E-Paper-Format auch online lesen - per Einzelbezug über die Apps für iPhone und iPad sowie für Android-Smartphones und Android-Tablets.

«Das Gutachten hat sehr stark gezeigt, dass nach allen wissenschaftlichen Kriterien die Vorteile die möglichen Nachteile überwiegen.» Das negative Ergebnis der Bürgerbefragung vom Wochenende spiele höchstens noch bei der Ausgestaltung des Parks eine Rolle.

Erler gestand ein, dass die Regierung möglicherweise früher hätte für den Nationalpark werben müssen. «Ehe wir überhaupt ins Gespräch kamen, lief die Kampagne der Gegner schon auf Hochtouren», sagte die für die Bürgerbeteiligung zuständige Staatsrätin. Sieben Orte in der Nationalpark-Region hatten ihre Bürger befragen lassen, wie sie zu den Plänen stehen, im Nordschwarzwald den ersten Nationalpark Baden-Württembergs auszuweisen. Eine deutliche Mehrheit hatte sich dagegen ausgesprochen.

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Erler verwies auf zahlreiche andere Gelegenheiten, bei denen Bürger befragt wurden und sich positiv äußerten. Zudem hätten die Betroffenen immer Gelegenheit zur Mitsprache gehabt. Auch das konkrete Nationalpark-Gebiet werde bald in der Region diskutiert. «Die Bevölkerung kann dann noch einmal Vorschläge und Wünsche einbringen», sagte Erler. «Dann wird allerdings nicht mehr thematisiert, ob er Nationalpark errichtet wird, sondern wie er gemacht wird.» Denkbar sei, dass ein Gebiet gefunden werde, das die Gemarkung der negativ eingestellten Orte wenig oder gar nicht berühre.

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