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Fahrzeuge stehen in Stuttgart auf der B10 kurz vor einer Unfallstelle im Stau.
Stau in Stuttgart © dpa
05.04.2013

Staustadt Stuttgart: Ein Graus fürs Auto und fürs Rad

Stuttgart. Auf diesen Titel hätte Stuttgart wohl gerne verzichtet: Die Landeshauptstadt ist Deutschlands Stau-Metropole Nummer eins: Autofahrten dauern dort tagsüber im Schnitt ein Drittel länger (33 Prozent) als in der Nacht, wenn die Straßen frei sind. Und auch für Radfahrer ist die Stadt ein Graus.

Bei der Vorstellung seines Radverkehrsplans betonte Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann, dass Städte wie Freiburg, Karlsruhe und Mannheim bei der Förderung des Radverkehrs weit vorne lägen. Dagegen nehme Stuttgart bundesweit einen der hinteren Plätze ein.

Die ebenfalls wenig erfreulichen Stuttgarter Staudaten hat der Navigationsgerätehersteller TomTom ermittelt. Schleichfahrt ist auch in Hamburg angesagt: Alltägliche Behinderungen verlängern in der Hafenstadt die Fahrzeit durchschnittlich um 32 Prozent. Zu den Top Fünf der deutschen Stau-Städte zählen noch Berlin (28 Prozent), Köln (26) und München (24).

Die Stauanalyse basiert auf Verkehrsdaten, die TomTom im Jahr 2012 im Einverständnis mit mehreren Millionen Navi-Nutzern in rund 160 Städten auf vier Kontinenten erhoben hat. In Deutschland wurden den Unternehmensangaben nach die zehn größten und bedeutendsten Städte berücksichtigt.

Die Metropole mit der höchsten Verkehrsbelastung weltweit ist Moskau, wo Autofahrer zu den Verkehrszeiten im Schnitt zwei Drittel (66 Prozent) mehr Fahrzeit einplanen müssen als nachts ohne Behinderungen. Morgens in der Rushhour brauchen sie in der russischen Hauptstadt sogar doppelt so viel Zeit (106 Prozent). Dahinter reihen sich Istanbul (55 Prozent), Warschau (42 Prozent), Marseille (40 Prozent) und Palermo (39 Prozent) ein.