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23.04.2010

Stefan Mappus, der einsame Facebook-Nutzer

STUTTGART/PFORZHEIM. Das umstrittene soziale Online-Netzwerk Facebook wird von Regierungsmitgliedern im Südwesten kaum genutzt. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) ist als einziges Mitglied des CDU/FDP-Landeskabinetts vertreten.

In der zweiten Reihe ist man dagegen weniger zurückhaltend: Die Chefs der Landtagsfraktionen von SPD und FDP, Claus Schmiedel und Hans-Ulrich Rülke, nutzen Facebook ebenso wie die Vorsitzenden der Landesparteien Nils Schmid (SPD), Birgit Homburger (FDP), Silke Krebs und Chris Kühn (beide Grüne). Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hatte von Facebook mehr Datenschutz verlangt und gedroht, ihre Mitgliedschaft zu kündigen.

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Mappus kümmert sich nach eigenen Angaben nicht persönlich um seinen Auftritt in dem sozialen Netzwerk, sondern lässt dies von zwei Mitarbeitern erledigen. „Ich könnte zur Not auch ohne Facebook leben“, meint der Regierungschef, der sich darauf beschränkt, neben E-Mail-Adresse und Internetseite sein Geburtsdatum, seine Heimatstadt Pforzheim, seine Ausbildungsorte, die Mitgliedschaft in der CDU und seine politischen Funktionen zu nennen.

Er halte es allerdings für sinnvoll, auch auf einer solchen Kommunikationsebene präsent zu sein, sagt Mappus. Auch FDP-Fraktionschef Rülke sieht keinen Grund, seine Mitgliedschaft zu kündigen. Für Politiker gelte: „Generell sollte man nur solche Dinge von sich preisgeben, die am nächsten Tag auch in der Zeitung stehen dürfen.“