Steinewerfer_Arm
 

Steinwürfe bei Konflikt unter Flüchtlingsgruppen wegen Essensverteilung

Ellwangen. In der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen (Ostalbkreis) hat die Polizei eine drohende Massenschlägerei zwischen zwei rivalisierenden Flüchtlingsgruppen verhindert. Rund 80 Mann demonstrierten Donnerstagabend lautstark vor einer der Unterkünfte, teilte die Polizei am Freitag mit. Die etwa 35 Bewohner des Gebäudes bewarfen die Demonstranten daraufhin mit Steinen.

Die alarmierte Polizei rückte mit 50 Beamten an. Fünf Asylbewerber und ein Polizist wurden von Steinen getroffen. Der Streit sei wohl ausgebrochen, weil Flüchtlinge Sorge hatten, bei der Essensverteilung zu kurz zu kommen. Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der Streit von der Küche nach draußen bewegt. Die Unterkunft der Steinewerfer wurde umstellt. Die Gruppe soll nach ersten Angaben im Laufe des Freitagmorgen getrennt und auf unterschiedliche Unterkünfte verlegt werden.

Bereits einige Stunden zuvor, war es zum Streit zweier Flüchtlinge gekommen, im Zuge dessen einer der beiden eine Stichverletzung erlitt. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, war zunächst nicht bekannt. Bei der Festnahme des Täters wurde ein Polizist verletzt. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.