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© Donecker, lsw
17.10.2008

Straßenbahnen krachen in Karlsruhe aufeinander: 15 Verletzte

Wegen einer kaputten Weiche prallten in Karlsruhe am späten Donnerstagabend zwei entgegenkommende Straßenbahnen frontal aufeinander. Bei dem Zusammenstoß wurden 15 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Der Sachschaden: rund 600.000 Euro.

Nicht nur die Weiche war defekt, es fiel auch eine weitere Sicherung aus, die ein Zwangsbremsen ausgelöst hätte. Beide Züge entgleisten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, sagte der Chef der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Walter Casazza. „Ein Zusammenstoß wie dieser ist ein absoluter Ausnahmefall.“ Der Sachschaden wird auf rund 600.000 Euro geschätzt.

Bei dem Unfall waren die beiden Fahrer und 13 Fahrgäste verletzt worden. Einer der beiden Fahrer, ein 57 Jahre alter Mann, wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und trug Schnittwunden an den Beinen davon. Er musste von der Feuerwehr befreit werden. Der zweite Fahrer (34) erlitt eine Verletzung am Halswirbel und Schnittwunden im Gesicht. Mehrere Fahrgäste der an diesem Abend nur gering besetzten Bahnen blieben dagegen unversehrt.

Die Bahnen wurden mit einem Kran wieder auf die Gleise gehoben und danach abgeschleppt. Der übrige Verkehr in der Stadt blieb von dem Vorfall nicht unberührt. Bis in die Morgenstunden konnten mehrere Straßenbahnen die zentral gelegene Kreuzung in der Nähe des Hauptbahnhofes nicht überqueren.

Zuletzt waren Ende April bei einem größeren Unfall auf Karlsruher Schienen ein Bus und eine Bahn zusammengestoßen. Dabei waren neun Menschen leicht verletzt worden.