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Die Ursache für den Brand im Karlsruher Zoo ist weiterhin unklar. © dpa
17.11.2010

Streichelzoo schnell aufbauen - Brandursache weiter unklar

KARLSRUHE. Der am vergangenen Samstag abgebrannte Streichelzoo in Karlsruhe soll möglichst schnell wieder aufgebaut werden. „Ich habe unseren Bauleitern als Zeitziel die Fertigstellung des neuen Streichelzoos bis Mitte 2011 vorgegeben“, sagte der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) laut Sprechzettel am Dienstag in einer Gemeinderatssitzung. Die Ursache für das Feuer im Karlsruher Zoo, bei dem am Samstagmorgen 26 Tiere des Streichelzoos starben, ist nach wie vor unklar.

Bis Ende der Woche könnte das Gutachten des Brandsachverständigen vorliegen. «Dann werden wir hoffentlich mehr wissen», sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Ein technischer Defekt sei genauso möglich wie vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung.

Bei dem Unglück hatten vier Elefanten im benachbarten Dickhäuterhaus zum Teil schwere Brandwunden an Kopf und Rücken erlitten. Zwei Flusspferde und 70 Flamingos konnten unverletzt gerettet werden.

Bildergalerie: Brand im Karlsruher Zoo: 26 Tiere sterben - Teil 3

Indessen rollt eine Spendenwelle für ein neues Streicheltiergehege an. Beim Verein der Zoofreunde gingen schon mehr als 100000 Euro ein. Nach Informationen der «Badischen Neuesten Nachrichten» helfen nicht nur Unternehmen. Der KSC plant ein Benefizspiel, das SWR-Studio Karlsruhe organisiert mit dem Kammertheater eine Benefizrevue am 11. Dezember und die Karlsruher Bäder spenden am nächsten Wochenende einen Euro je Badegast an den Zoo.

Bildergalerie: Brand im Karlsruher Zoo: 26 Tiere sterben - Teil 1

Geht es nach Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU), dann soll es schon Mitte nächsten Jahres wieder einen Streichelzoo an einer anderen Stelle im Stadtgarten geben. Die genaue Schadenshöhe ist nach wie vor unbekannt. Erste Schätzungen gingen von mehrere hunderttausend Euro aus.

Bildergalerie: Der Tag nach dem Brand im Karlsruher Zoo

Die Brücke über den Tiergarten, die wegen der Arbeit der Kriminalsachverständigen am Unglücksort seit Samstag gesperrt war, ist inzwischen wieder offen. Die vier Elefantendamen werden weiter intensiv betreut. Dabei halten ihre Pfleger an der Morgenroutine fest: Die Tiere werden auf die Außenanlage geführt und fressen draußen. Anschließend kehren sie in den Stall zurück, wo ihre Hautverletzungen behandelt werden. Das Elefantenhaus ist weiterhin für Besucher geschlossen.