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11.05.2011

Streit in Rocker-Milieu - Schüsse und Hammer-Angriff

Ulm (dpa/lsw) - Ein Streit im Rockermilieu könnte hinter zunächst rätselhaften Schüssen auf ein Haus und ein Auto in Ulm stecken. Bereits am Dienstagabend griff die Polizei ein, als es vor dem gleichen Gebäude zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Zwölf Angehörige einer Rockerbande hatten dabei mit Schlagstock, Taschenlampe und Tränengas, Messern und einem Hammer einen 47-Jährigen angegriffen, der dort zu Besuch war.

Das Opfer erlitte dabei erhebliche Verletzungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten.

Gegen einen 43-Jährigen, der mit einem Hammer auf den 47-Jährigen eingeschlagen haben soll, erließ ein Richter am Mittwoch Haftbefehl. Die Angreifer seien teilweise an ihren Kutten als Anhänger einer Rockergruppe auszumachen gewesen, hieß es. Am Mittwoch durchsuchte die Polizei dann auch Wohnungen und andere Räume der Rockerbande, darunter ein Clubhaus. Die Beschuldigten stammten aus dem Alb-Donau-Kreis, dem Rems-Murr-Kreis und dem Ostalbkreis. Eine Ermittlungsgruppe soll nun klären, ob die beiden Angriffe tatsächlich zusammenhängen, und wer die Schüsse auf Haus und Auto abgab.