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Der Streit um ein Kunst-Loch beschäftigt weiter die Justiz. Die Künstlerin Nathalie Braun Barends will vor dem Mannheimer Landgericht erreichen, dass ihr Werk «HHole for Mannheim» im Museum bleibt. Die Stadt will den Abriss ohne Erhalt.
Der Streit um ein Kunst-Loch beschäftigt weiter die Justiz. Die Künstlerin Nathalie Braun Barends will vor dem Mannheimer Landgericht erreichen, dass ihr Werk «HHole for Mannheim» im Museum bleibt. Die Stadt will den Abriss ohne Erhalt. © dpa
09.01.2015

Streit um "Mannheimer Loch" in der Kunsthalle geht vor Gericht weiter

Mannheim. Im Kunststreit um das «Mannheimer Loch» ist keine einvernehmliche Lösung in Sicht. Die Stadt Mannheim und Künstlerin Nathalie Braun Barends wichen am Freitag vor dem Landgericht nicht von ihren Positionen ab.

«Es ist ein einmaliges Werk der Kunstgeschichte», sagte die Schöpferin der Installation «HHole for Mannheim» am Rande der Verhandlung. «Am Anfang haben sie das Kunstwerk gefeiert, sie waren stolz.» Es wurde 2006 installiert und zog sich durch mehrere Stockwerke des Athene-Trakts in der Mannheimer Kunsthalle. Dieser Teil des Museums ist derzeit wegen Umbauarbeiten nicht zugänglich, die Installation abgebaut.

Braun Barends will, dass ihr Kunstwerk wieder aufgebaut wird. Die Stadt als Eigentümerin des Grundstücks lehnt das ab. «Die Installation ist so massiv und so aggressiv, was die Gebäudesubstanz angeht, dass man das so nicht nochmal aufbauen kann», sagte der Anwalt der Stadt nach Verhandlungsende. Sie würde unter anderem Fluchtwege blockieren.

Die Kunsthalle erfindet sich seit Jahren neu. Zuerst wurde der Jugendstilbau komplett saniert, dann folgte der Abriss des «Mitzlaff»-Baus, für den bis 2017 ein Neubau entsteht. Der Athene-Trakt liegt genau dazwischen. Die Richter wollen am 6. Februar eine Entscheidung verkünden.