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Der Streit um S-21-Alternativen ist nach Angaben der Bahn eine «Phantomdebatte».
Der Streit um S-21-Alternativen ist nach Angaben der Bahn eine «Phantomdebatte».
07.02.2013

Streit um S-21-Alternativen laut Bahn «Phantomdebatte»

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Diskussion um mögliche Alternativen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 ist aus Sicht des S-21-Projektsprechers Wolfgang Dietrich eine «Phantomdebatte». «Für eine andere Variante gibt es keine politischen Mehrheiten, keine Machbarkeitsstudie, keine Finanzierung - es gibt nichts», sagte Dietrich der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart.

Der bislang an den Kosten beteiligte Flughafen und die Stadt Stuttgart würden als Financiers nicht mehr zur Verfügung stehen, weil die Anbindung der City an den Flughafen ebenso wegfalle wie die Verknüpfung des Flughafens mit der Schnellbahnstrecke.

Den Schwarzen Peter habe damit das Land, das bislang nicht mehr als 930 Millionen Euro zahlen will. «Die Bahn selbst würde das Projekt aus heutiger Sicht mit den gemachten Erfahrungen nicht mehr bauen wollen, sieht aber keine Alternative zum Weiterbau», sagte Dietrich.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wolle eine Ausstiegsdebatte verhindern, weil er genau wisse: «Wer einen Ausstieg fordert, der zahlt ihn auch.» Bei einem Projektabbruch geht es um viel Geld. Nach Berechnung der Bahn wären das mindestens zwei Milliarden Euro, die sich vor allem aus der Rückabwicklung des an die Stadt Stuttgart verkauften Gleisfeldes errechnen sowie möglichen Schadensersatzforderungen der bereits mit Aufträgen betrauten Baufirmen. «Der Ausstieg ist ein hundertprozentiges Minusgeschäft, bei einem Weiterbau gibt es dagegen einen neuen Bahnhof mit mehr Leistung», unterstrich Dietrich.

In den Ausstiegskosten seien nicht einmal die 1,3 Milliarden Euro enthalten, die zur Sanierung des maroden Gleisvorfeldes benötigt werden. Dietrich erläuterte: «Dafür sind sicherlich acht Jahre Reparaturarbeiten zu veranschlagen - und das bei laufendem Betrieb im Hauptbahnhof.»

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