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Eine Tanne liegt am Mittwoch auf der

Bundesstraße 294 bei Haslach im Schwarzwald auf einem Fahrzeug. Der

Baum war durch Sturm Ulli auf das fahrende Auto gestürzt.
Eine Tanne liegt am Mittwoch auf der Bundesstraße 294 bei Haslach im Schwarzwald auf einem Fahrzeug. Der Baum war durch Sturm Ulli auf das fahrende Auto gestürzt.
04.01.2012

Sturmtief «Ulli» fegt über Südwesten - Zwei Schwerverletzte

Stuttgart. Mit Windböen von bis zu 133 Stundenkilometern ist das Sturmtief «Ulli» über Baden-Württemberg hinweggefegt. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und blockierten etliche Straßen. Zwei Autofahrer wurden schwer verletzt.

In Haslach (Ortenaukreis) forderte «Ulli» bereits am Dienstagabend einen Schwerverletzten. Wie die Polizei mitteilte, wurde nahe der Bundesstraße 294 eine Tanne entwurzelt und fiel quer auf die Straße. Ein 51-jähriger Autofahrer übersah den Baum und fuhr in ihn hinein. Der Mann wurde bei dem Aufprall schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf 3000 Euro.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart zufolge tobte der Sturm auf den Höhenlagen mit bis zu 133 Stundenkilometern. Auch am Donnerstag bleibe es stürmisch, hieß es. Auf «Ulli» folgt Orkan «Andrea». Im Schwarzwald sei erneut mit heftigen Windböen von bis zu 140 Stundenkilometern zu rechnen. Zum Sturm gesellen sich Dauerregen im Flachland und Schnee im Schwarzwald.

Durch die starken Windböen könne es in den Bergen zu starken Schneeverwehungen kommen, warnte Uwe Schickedanz vom DWD. Daher sei weiter erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr gefordert. «Man sollte seinen Hund nicht gerade im Wald ausführen», sagte DWD-Meteorologe Thomas Ruppert. Erst am Donnerstagabend werde es wieder etwas ruhiger, aber es bleibe auch am Wochenende bei stürmischem, regnerischem Wetter und meist bei Plusgraden.

Auf der Autobahn 5 zwischen Bruchsal und Karlsruhe hat «Ulli» in der Nacht zum Mittwoch zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Nach Polizeiangaben waren hier gleich mehrere Autos in einen umgestürzten Baum gerast. Verletzt wurde aber niemand. Es entstand ein Sachschaden von 40 000 Euro. Die A5 musste für eine Stunde gesperrt werden.

Plötzlich einsetzender Schneeregen machte am Mittwochvormittag mehrere Straßen zu gefährlichen Rutschbahnen. Bei Biberach rutschte ein 41-Jähriger mit seinem Auto in den Gegenverkehr und prallte dort frontal mit einem Müllwagen zusammen. Er musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen werden. Seine Frau erlitt leichte Verletzungen, der Müllwagenfahrer kam mit dem Schrecken davon. dpa