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01.10.2012

Stutenschänder hält Polizei in Atem

Die Serie von Pferdeschändungen in Freiburg und Umgebung setzt sich fort. Am Montag musste in der Tierklinik in Iffezheim eine 20-jährige Stute nach einer schweren Misshandlung eingeschläfert werden.

Die Stute war am Sonntagabend gegen 22 Uhr in einen Stall in Freiburg-St. Georgen gebracht worden. Am folgenden Morgen wurden schwere Verletzungen im Analbereich der Stute entdeckt. In der Iffezheimer Tierklinik wurde festgestellt, dass der Stute ein unbekannter Gegenstand rektal eingeführt worden war. Dieser hatte die Darmwand durchstoßen. Dadurch gelangten Darminhalt und Blut in den Bauchraum der Stute. Diese musste eingeschläfert werden.

Seit dem 14. August hält eine Serie von Tierschändungen die Freiburger Polizei in Atem.Vier Stuten fielen bereits Misshandlungen zum Opfer. Zwei davon erlitten Schnitte im Genitalbereich. Die Polizei geht von sexuell motivierten Taten aus.

Keiner der bisher eingegangenen Hinweise aus der Bevölkerung erwies sich als heiße Spur zum Täter. Eine Freiburger Bank und eine Tierschutzorganisation haben eine Belohnung von 3000 Euro für Informationen ausgesetzt, die zur Ergreifung des Stutenschänders führen.

Nach Informationen der „Pforzheimer Zeitung“ geht die Polizei bislang nicht von einem Zusammenhang zwischen den Pferdeschändungen im Raum Freiburg und den Misshandlungen von Stuten im Enzkreis vor über zwei Monaten aus. Im Juli waren auch in Sternenfels, Maulbronn und Keltern drei Stuten im Genitalbereich verletzt worden. Eine von ihnen musste eingeschläfert werden. Der Täter konnte bislang nicht ermittelt werden. pol/bel