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Ein Stutenschänder hat im Raum Freiburg sein Unwesen getrieben. Vom Pferdequäler aus der Region gibt es dagegen nichts Neues.
Ein Stutenschänder hat im Raum Freiburg sein Unwesen getrieben. Vom Pferdequäler aus der Region gibt es dagegen nichts Neues. © Symbolbild: dpa
03.09.2012

Stutenschänder in Freiburg - Nichts Neues vom Pferdequäler aus der Region

In der Region um Pforzheim ist es gerade ruhiger geworden um den Pferdeschänder, dafür gibt es jetzt neue Nachrichten von einem Stutenquäler aus dem Raum Freiburg. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Freiburg-Tiengen in einer Koppel eine Stute schwer verletzt worden. Das Tier hat im Genitalbereich Schnittverletzungen und muss in einer Tierklinik in Iffezheim behandelt werden.

Die Ermittler der Polizei haben Grund zur Annahme, dass das Tun des Täters sexuell motiviert gewesen sein könnte. Es wird vermutet, dass der Täter mit einem Fahrzeug über Opfingen auf der L187 oder Nebenstraßen im Gelände an den Reitstall gelangte. Denkbar ist auch, dass der Täter den Reitstall in jüngster Vergangenheit möglichst unauffällig ausspioniert hat. Es sei auch wahrscheinlich, so die Polizei, dass sich der Täter bei der Tat entweder verletzt hat oder mit Tierblut besudelte. Die Ermittler bitten deshalb Zeugen, verdächtige Personen oder Fahrzeugbewegungen zu melden.

In der Region um Pforzheim gab es in diesem Sommer mindestens drei Fälle, in denen Stuten Opfer eines Tierquälers geworden sind. In Sternenfels, Keltern und Maulbronn war der Täter unterwegs. Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe gegründet und mit großen Suchaktionen rund um die Koppeln einen hohen Fahndungsdruck aufgebaut. Ob das den Pferdeschänder nachhaltig von seinem verbrecherischen Tun in der Region abhält, muss abgewartet werden.

Im Freiburger Raum gab es zuletzt 2009 eine Serie von Stuten-Misshandlungen. Hier konnte die Polizei den Täter schnappen und vor Gericht bringen. Einen Zusammenhang der neuen Taten im Raum Freiburg und den Pferdequälereien in der Region um Pforzheim ist nicht bekannt. pol/tok