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Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (r.) hat der Deutschen Bahn im Streit um Stuttgart 21 ein Ultimatum gestellt.
Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (r.) hat der Deutschen Bahn im Streit um Stuttgart 21 ein Ultimatum gestellt. © dpa
03.01.2013

Stuttgart 21: Hermann stellt Bahn Ultimatum

Stuttgart (dpa/lsw) - Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat der Deutschen Bahn im Streit um Stuttgart 21 ein Ultimatum gestellt. Der Konzern müsse bis kommenden Donnerstag die nötigen Unterlagen zur Bewältigung der Kostenexplosion bei dem Bahnprojekt zur Verfügung stellen, schreibt Hermann in einem Brief.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat der Deutschen Bahn im Streit um Stuttgart 21 ein Ultimatum gestellt. Wenn der Konzern bis kommenden Donnerstag nicht die nötigen Unterlagen zur Bewältigung der Kostenexplosion bei dem Bahnprojekt zur Verfügung stelle, könne sich das Land nicht ausreichend auf das geplante Treffen des Lenkungskreises am 21. Januar vorbereiten, schreibt der Grünen-Politiker in einem Brief an Bahn-Technikvorstand Volker Kefer. Hermann verlangte am Donnerstag, dass die Bahn erklärt, wie es zu den Mehrkosten von 1,1 Milliarden Euro gekommen ist und warum es Risiken in Höhe von 1,2 Milliarden Euro gibt. Die Bahn hatte vor Weihnachten eine Kostensteigerung von 1,1 Milliarden auf nun 5,6 Milliarden Euro eingeräumt, die sie selbst schultern will. Das Land lehnt es strikt ab, für etwaige Mehrkosten in Haftung genommen zu werden.