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04.11.2015

Stuttgart 21: Lenkungskreis berät Verbesserungen beim Brandschutz

Stuttgart. Fluchtwege und Brandschutz bleiben ein heißes Eisen bei der Planung des umstrittenen Stuttgart-21-Tiefbahnhofs. Am Mittwoch beraten die Projektpartner über neue Vorschläge der Bahn, wie die Fluchtmöglichkeiten im Katastrophenfall aussehen könnten.

Mit neuen Überlegungen zum Brandschutz am geplanten Stuttgart-21-Tiefbahnhof beschäftigen sich am Mittwoch die Projektpartner des umstrittenen Milliardenvorhabens. Der Architekt Christoph Ingenhoven und Behindertenverbände haben Bedenken gegen die bislang geplanten acht Flucht-Treppenhäuser angemeldet, wie ein Bahnsprecher erläuterte. Jetzt zieht die Deutsche Bahn neue Lösungen in Betracht. Die Bauherrin überlegt, die Fluchtmöglichkeiten jeweils am Ende der vier rund 400 Meter langen Bahnsteige einzurichten.

Auf der Sitzung des Lenkungskreises wird Bahnvorstand Volker Kefer zudem über den Stand der Bauarbeiten bei Stuttgart 21 und der Neubaustrecke nach Ulm berichten. Weitere Themen sind der Schutz vor Luftverunreinigungen während der Bauphase und der Fortschritt bei der Genehmigung der Bauabschnitte am Flughafen. Die Stadt Stuttgart interessiert sich vor allem für den Nachweis der Standsicherheit des unterirdischen Bahnhofs. Kürzlich war bekanntgeworden, dass die Bahn noch nicht die nötigen Statik-Nachweise für die Betonierung der Bodenplatte des Tiefbahnhofs erbracht hat. Die Spitzenrunde mit Vertretern von Bahn, Verkehrsministerium, Projektgesellschaft, Stadt und Region Stuttgart kommt nur wenige Male im Jahr zusammen.