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Das Unfallrisiko auf der Theodor-Heuss-Straße möchten Polizei und die Stadt Stuttgart minimieren.
Das Unfallrisiko auf der Theodor-Heuss-Straße möchten Polizei und die Stadt Stuttgart minimieren. © dpa (Archiv)
14.12.2015

Stuttgart sagt Rasern den Kampf an: Blitzer und Tempo 30 auf der "Theo"

In der vielbefahrenen Stuttgarter Partymeile, der Theodor-Heuss-Straße, darf ab dem kommenden Frühjahr zwischen 22 und 6 Uhr höchstens Tempo 30 gefahren werden. Zwei stationäre Blitzeranlagen sollen die Einhaltung der Geschwindigkeit ab Mitte 2016 überwachen. Darauf haben sich Landeshauptstadt und Polizeipräsidium Stuttgart jetzt verständigt.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt zwischen Arnulf-Klett-Platz und dem Rotebühlplatz. An den beiden Eingangsbereichen des gut einen Kilometer langen Straßenzugs werden jeweils zwei Großtafeln mit provisorischen Gelbblinkern sowie klappbaren Gefahrenhinweisen aufgestellt. Auf der Strecke selbst stehen dann herkömmliche Schilder.

Stationäre Blitzer werden beim Fußgängersteg und bei der Gymnasiumstraße installiert. Zur Errichtung der Anlagen investiert die Stadt 240.000 €, für den Unterhalt jährlich weitere 8.000 €. Die Blitzer sollen im Sommer 2016 in Betrieb gehen.

Streckenpoller und Aufpflasterungen

Im Bereich Bolzstraße / Lautenschlagerstraße sollen ab dem Frühjahr sogenannte "Berliner Kissen" Posierfahrten erschweren, solche "Aufpflasterungen" sind neu auf Stuttgarts Straßen. Außerdem soll nachts ein Steckpoller die Durchfahrt von der Thouretstraße in die Lautenschlagerstraße verhindern. Für beide Maßnahmen investiert die Stadt 12.000 Euro, der Betrieb kostet 3.000 Euro im Jahr.

"Die Straßenverkehrsordnung gilt für alle. Rennstrecken mitten in der Stadt sieht die StVO nicht vor. Wir können daher nicht länger zusehen, wenn eine motorisierte Vergnügungsszene die Theodor-Heuss-Straße missbraucht. Deswegen haben Stadt und Polizei jetzt wirksame Maßnahmen vereinbart“, sagte Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der der Stadt Stuttgart

"Wir haben die motorisierte Vergnügungs- und Raserszene weiterhin mit polizeilicher Verkehrsüberwachung intensiv im Blick und sind überzeugt, dass das kommunale Engagement, auch mit stationären Anlagen, zu einer Stärkung der Verkehrssicherheit beiträgt. Bis dahin wird sich auch die Polizei im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Geschwindigkeitsüberwachung beteiligen“, sagte der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz.

Der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, Dr. Martin Schairer erklärte: "Die Stadt intensiviert damit ihr Engagement gegen die Raserszene. Die Maßnahmen sind als Versuch für ein Jahr gedacht, dann werden wir ihre Wirkung überprüfen."