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EnBW wird es in Zukunft schwer haben, in Stuttgart Strom im großen Stil zu verkaufen. Die Stadt will sich einen anderen Partner suchen.
EnBW wird es in Zukunft schwer haben, in Stuttgart Strom im großen Stil zu verkaufen. Die Stadt will sich einen anderen Partner suchen. © dpa
16.04.2011

Stuttgart will sich von EnBW verabschieden

STUTTGART. Die Stadt Stuttgart will die Energieversorgung ihrer Bürger wieder selbst in die Hand nehmen und damit den Energieversorger EnBW teilweise aus der Stadt drängen. Wenn Ende 2013 das Betriebsrecht der EnBW für das Strom-, Gas- und Wassernetz ausläuft, will die Landeshauptstadt die Netze zurückkaufen. Es gelte als sicher, dass der Gemeinderat diesen Kurs am 12. Mai auch offiziell beschließen werde.

Insgesamt stünden dafür 620 Millionen Euro zur Verfügung, berichten die «Stuttgarter Nachrichten». Stuttgart hatte die Versorgungsnetze 2002 an die EnBW verkauft.

«Es wäre ein Erdbeben für die EnBW, wenn sie Stuttgart verlöre», sagte SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel der Zeitung. Hinter den Kulissen plant die Kommune dem Bericht zufolge schon den Aufbau eines eigenen Stadtwerks. Derzeit laufe die Suche nach einem Kooperationspartner.

Im Rennen sei unter anderem der Stadtwerkeverbund KommunalPartner mit Sitz in Friedrichshafen. «Wir werden uns als Kommunalpartner GmbH an der Ausschreibung der Stadt Stuttgart beteiligen», bestätigte Aufsichtsratschef Johannes van Bergen den «Stuttgarter Nachrichten». dpa