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Der Stuttgarter Fernsehturm wurde am 27. März 2013 für die Besucher geschlossen.
fernsehturm © dpa
22.01.2014

Stuttgarter OB Kuhn und SWR-Intendant Boudgoust beraten über Fernsehturm

Stuttgart. Nachdem der Stuttgarter Fernsehturm im März letzten Jahres wegen Brandschutzmängeln geschlossen wurde, steht dem Stuttgarter Wahrzeichen nun möglicherweise wieder eine aussichtsreichere Zukunft bevor: Der Oberbürgermeister von Stuttgart Fritz Kuhn und der SWR-Intendant Peter Boudgoust haben am Mittwoch in einem konstruktiven Gespräch das abschließende Brandschutzgutachten zum Fernsehturm erörtert. Beide stimmten überein, dass das Gutachten technisch den Weg aufzeigt, wie der Turm wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden kann.

In den weiteren Gesprächen zwischen Stadt und SWR werden nun in den nächsten Wochen zügig die Bau- und Kostenfragen geklärt. Kuhn und Boudgoust zeigten sich zuversichtlich, dass eine abschließende Einigung erzielt werden kann. Erst dann könne man auch über einen Zeitplan zur Wiedereröffnung des Fernsehturms entscheiden.

Der SWR kann über seine Tochter SWR Media Services bis zu 500 000 Euro zur Sanierung beitragen. Nach Angaben vom September rechnet der zweitgrößte ARD-Sender mit Kosten von rund insgesamt 750 000 Euro. Unklar ist, ob die Stadt sich wie vom SWR gewünscht beteiligen will.

Seit dem 27. März 2013 ist der Fernsehturm in Stuttgart für die Besucher nicht mehr zugänglich. Grund hierfür die mangelnden Brandschutzvorkehrungen im Gebäude. Eine Evakuierung würde laut Fritz Kuhn über eine Stunde dauern. Er bezeichnete dies damals als lebensbedrohende Falle, da die Fluchtmöglichkeiten unzureichend seien. Der 217 Meter hohe Turm ist der weltweit erste Fernsehturm und gilt als Urmodell für viele Nachfolgemodelle. Er wurde 1956 eröffnet.