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Der aus dem Amt scheidende Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster hat am «Schwarzen Donnerstag» daran gezweifelt, ob Stefan Mappus (beide CDU) als Ministerpräsident taugt. © dpa
03.01.2013

Stuttgarts OB Schuster zweifelte an Mappus

Stuttgart. Der aus dem Amt scheidende Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (rechts) hat am «Schwarzen Donnerstag» daran gezweifelt, ob Stefan Mappus (beide CDU) als Ministerpräsident taugt. Damals seien ihm «erstmals ernsthafte Zweifel gekommen, ob Herr Mappus die richtige Persönlichkeit für dieses Land ist», sagte Schuster der «Stuttgarter Zeitung».

Bei dem Polizeieinsatz am 30. September 2010 waren viele Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 verletzt worden, unter anderem durch Wasserwerfer. Während er «sehr betroffen» gewesen sei, habe Mappus unangemessen auf seinen Appell zur Mäßigung reagiert, sagte Schuster. «Wenn einem das Gespür und die Umgangsformen fehlen, dann ist man für eine bestimmte öffentliche Aufgabe ungeeignet.»

Dass die beiden CDU-Männer wenig voneinander halten, ist nicht neu. Mappus hatte deutlich vor einer Entscheidung Schusters gesagt, er erwarte, dass dieser auf eine Kandidatur bei der OB-Wahl 2012 verzichte. Schuster trat nicht an und wird nun am 5. Januar aus dem Amt verabschiedet. Mappus hatte zudem die maroden Schulen in Stuttgart gerügt, sich später aber für die Attacke entschuldigt.

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