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02.03.2015

Suchaktion: Pärchen nach rätselhaften Schüssen auf A5 weiter auf der Flucht

Nach den nächtlichen Schüssen bei der Autobahn 5 im südlichen Baden-Württemberg hat die Polizei am Montag das Gelände nach Spuren abgesucht. Die Täter sind nach wie vor untergetaucht. Auch die Identität des schießenden Pärchens sei weiter unklar, sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

Das gesuchte Paar hatte in der Nacht zum Sonntag mit seinem Auto einen anderen Wagen ausgebremst, einen Unfall verursacht und später geschossen. Der Mann und die Frau konnten unerkannt zu Fuß fliehen. Verletzt wurde niemand. Die Täter waren laut Polizei in einem Auto mit französischen Kennzeichen unterwegs.

Die Polizei versuche nun, weitere Spuren zu sichern, hieß es. Polizisten suchten am Montag erneut das Gelände ab und setzten auch Hunde ein. Über Ergebnisse der Aktion wurde zunächst nichts bekannt. Spuren müssten erst noch ausgewertet werden.

Das Auto wurde nach bisherigen Erkenntnissen nicht gestohlen, hieß es. Dennoch sei unklar, wer mit dem Wagen unterwegs war. Eine konkrete Spur gebe es noch nicht. Die Ermittlungen liefen auf internationaler Ebene, weil der Wagen aus Frankreich kam. Die deutsch-französische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt.

Am Tatort fanden die Beamten mehrere Patronenhülsen. Zudem verlor einer der beiden Täter auf der Flucht einen Turnschuh. Die Polizei bildete eine Ermittlungsgruppe und rief Zeugen auf, sich zu melden.

Das Pärchen soll in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn 5 (Karlsruhe-Basel) einen Wagen, in dem drei Männer saßen, ausgebremst haben, die Fahrzeuge sollen sich berührt haben. Die beiden Autos verließen die Autobahn, der flüchtende unbekannte Fahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und krachte mit dem Fahrzeug in eine Leitplanke. Die drei Männer stellten das Paar - plötzlich feuerten die Unbekannten aber mehrere Schüsse ab und flüchteten zu Fuß.

Unweit des Tatorts war zuvor die «Miss Germany» gekürt worden, eine der Teilnehmerinnen wurde Zeugin der Tat.