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15.01.2010

Suche nach Ursache für Straßenbahnunfall geht weiter

KARLSRUHE. Einen Tag nach dem Straßenbahnunfall in Karlsruhe schweben die beiden Fahrer nicht mehr in Lebensgefahr. Fragen gibt es aber nach wie vor zur Ursache des Zusammenstoßes, bei dem nach Angaben der Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK) vom Freitag insgesamt 33 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. „Wir haben alles untersucht“, sagte VBK-Chef Walter Casazza. „Ich kann ausschließen, dass Fahrzeug oder Strecke nicht in Ordnung waren.“

Dennoch räumte er am Freitag ein, eines der Weichensignale habe nicht wie vorgeschrieben geleuchtet. Zu diesem Widerspruch machte er keine konkreteren Angaben. Am Vortag hatte Casazza von „menschlichem Versagen“ als möglicher Ursache für den Unfall gesprochen.

Ein Weichensignal gibt einem Fahrer im Normalfall den Weg vor. Nach Angaben Casazzas muss der Fahrer in ähnlichen Fällen ohne Zeichen aus der Straßenbahn aussteigen und nach einem Grund für das fehlende Signal suchen. Auch eine Zwangsbremsung sei vor dem Unfall nicht ausgelöst worden. Beide Fahrer hätten eigenhändig gebremst. Eine Prüfkommission soll nun gemeinsam mit einem neutralen Gutachter aus Freiburg und Fahrzeugtechnikern nach den Gründen für den Unfall suchen. dpa

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