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Im alten französischen Kernkraftwerk Fessenheim gegenüber von Freiburg auf der anderen Seite des Rheins gab es wieder eine technische Panne. © dpa
09.05.2012

Technische Panne im Atomkraftwerk Fessenheim

Straßburg. Der Reaktorblock zwei des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim hat sich nach Angaben des französischen Betreibers EDF wegen einer Panne bei einem Stromtest automatisch abgeschaltet. Die Panne am Dienstag habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit oder die Umwelt des Kraftwerks dicht an der deutschen Grenze gegenüber Freiburg gehabt, hieß es auf der Webseite des Elektrizitätskonzerns. Das Kernkraftwerk Fessenheim gilt als derzeit ältestes französisches Kernkraftwerk mit einigen Schwachstellen.

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Der Reaktorblock sollte nach Überprüfung am Mittwoch wieder ans Netz gehen. Bei dem regelmäßigen Test wird die Anlage vom regulären Stromnetz getrennt, um die eigenständige Stromversorgung im Fall eines «Blackouts» zu testen. Über die Ursache der Panne gab es keine Angaben. Reaktorblock eins sei nicht betroffen worden und lieferte während der Nacht weiter Strom.

Bildergalerie: Demonstrationen gegen Atomkraftwerk Fessenheim

In Frankeich wird eine Laufzeitverlängerung des Atomkraftswerks positiv gesehen, wenn denn zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen für die Lager- und Abklingbecken getroffen werden, da es Unsicherheiten gäbe, ob die im Falle eines Dammbruchs betroffenen Kühlsysteme standhalten würden. Fessenheim ist auch ein Diskussionsthema unter den Menschen in Baden-Württemberg, die auf der anderen Seite des Rheins leben. In einer 25-Kilometer-Evakuierungszone rund um Fessenheim liegt zum Beispiel Freiburg, mit über 220.000 Einwohnern die viergrößte Stadt im Südwesten. dpa/tok