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Tierquäler: Wieder eine Stute auf Weide verletzt
Tierquäler: Wieder eine Stute auf Weide verletzt © Symbolbild: dpa
25.09.2012

Tierquäler: Wieder eine Stute auf Weide verletzt

Gengenbach/Enzkreis. Schon wieder haben Tierquäler zugeschlagen: Eine Stute ist nach Polizeiangaben auf einer Koppel in Gengenbach bei Offenburg misshandelt worden. Unbekannte Täter verletzten das Tier am Hals. Bislang geht die Polizei davon aus, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Pferdeschändungen im Enzkreis und denen im Raum Freiburg gibt.

Im Fall von Gengenbach hatten Passanten bereits am Sonntag die verletzte Stute auf der Koppel entdeckt.

Ein verständigter Tierarzt, der das Tier nach Polizeiangaben noch vor Ort notversorgte, stellte fest, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine mutwillig zugefügte Schnittverletzung handeln dürfte. Die Friesenstute, die sich die Koppel zum Tatzeitpunkt mit weiteren zwei Pferden teilte, konnte nach der ärztlichen Behandlung auf der Weide bleiben. Lebensgefahr bestand nicht.

Bisher gibt es nach Informationen der Pforzheimer Zeitung keine Hinweise darauf, dass die aktuellen Pferdeschänder-Fälle in Freiburg mit den Stuten-Misshandlungen im Juli im Enzkreis zusammenhängen könnten.

In Freiburg gab es vier Fälle von Pferdequälereien. Die dortige Polizei geht bei zwei der misshandelten Stuten – sie wurden durch Schnitte im Genitalbereich verletzt – von sexuell motivierten Taten aus. Im Freiburger Raum gab es zuletzt 2009 eine Serie von Stuten-Misshandlungen. Hier konnte die Polizei jedoch den Täter schnappen und vor Gericht bringen. Bei den aktuellen Fällen scheint es noch keine heißen Spuren zu geben.

In der Region um Pforzheim sind im Juli in Sternenfels, Maulbronn und Keltern drei Stuten im Genitalbereich verletzt worden, eine davon so schwer, dass sie eingeschläfert werden musste. Dass der nach wie vor unbekannte Täter im Enzkreis aus sexueller oder sadistischer Motivierung gehandelt haben könnte war auch ein Ansatz bei den Ermittlungen der Pforzheimer Polizei, die wegen der Tierquälereien extra eine Ermittlungsgruppe eingesetzt hatte, die mittlerweile wieder aufgelöst wurde.