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In Tübingen sind zahlreiche Menschen gegen Tierversuche auf die Straße gegangen.
In Tübingen sind zahlreiche Menschen gegen Tierversuche auf die Straße gegangen. © dpa
18.12.2016

Tierschützer gehen in Tübingen gegen Affenversuche auf die Straße

Tübingen (dpa/lsw) - In Tübingen haben Tierschützer erneut gegen umstrittene Affenversuche an wissenschaftlichen Instituten demonstriert. Knapp 500 Demonstranten zogen am Sonntag mehrere Stunden durch die Stadt, wie die Polizei am Nachmittag mitteilte. Sie hielten bunte Transparente hoch und waren vereinzelt als Affen verkleidet. Der Protest richtete sich insbesondere gegen Versuche im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik. Die Forschung an Primaten am Max-Planck-Institut sorgt seit langem für Streit. Die Demonstranten zogen an dem Institut vorbei.

Der Verein «Soko Tierschutz» organisierte die Protestaktion. «Die Leute sind verdutzt, verärgert und deprimiert», sagte Aktivist Friedrich Mülln. Das Institut habe sein Versprechen gebrochen und wolle Affenversuche nicht beenden, sondern auch 2017 fortführen. Die Demo sei friedlich verlaufen und habe keine Zwischenfälle gegeben. Nach einem lauten Marsch mit Protestrufen habe man vor dem Institut eine Mahnwache mit Kerzen abgehalten. Daraufhin sei man in einem Schweigemarsch zurück in die Stadt gezogen. Der Protest soll im Januar fortgesetzt werden mit weiteren Aktionen.