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Kann das Dengue-Fieber übertragen: der Tigermoskito.   Foto: dpa
Kann das Dengue-Fieber übertragen: der Tigermoskito. Foto: dpa
23.07.2015

Tigermoskitos in Freiburg entdeckt - Angst vor Dengue-Fieber

Freiburg/Speyer. Mückenjäger sehen die Gefahr, dass sich der aus Asien stammende Tigermoskito in Deutschland festsetzt. Am Wochenende sei eine stabile Population mit Larven, Puppen und Weibchen in Freiburg entdeckt worden, sagte der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), Norbert Becker, in Speyer. Die bereits in Italien verbreitete Mücke kann Tropenkrankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen. Diese Krankheit geht mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einher und kann tödlich enden.

Eine Art gelte als etabliert, wenn sie im Freiland drei Generationen hervorbringe, sagte Becker. Schon im Vorjahr habe es an derselben Stelle Hinweise auf Tigermoskitos gegeben. Allerdings sei nicht klar, ob diese Tiere sich bereits in Deutschland vermehrt hatten oder ob sie – etwa mit einem Lastwagen – von Italien aus eingeschleppt worden seien. In der Nähe der Gartenanlage liege der Güterbahnhof.

„Wir versuchen, die Population jetzt in Schach zu halten“, sagte Becker. Mitarbeiter verteilten in der Gartenanlage Bekämpfungsmittel in Tablettenform. Damit soll verhindert werden, dass die Tiere sich in Regenwassertonnen vermehren. Grund zur Panik bestehe nicht.