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© Symbolbild: dpa
17.10.2013

Tod bei Mutprobe auf Spielplatz - 21-Jähriger muss Sozialstunden leisten

Landau. Ein Jahr nach einer tödlichen Mutprobe auf einem Spielplatz in Niederbayern ist das Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen einen der jungen Männer eingestellt worden. Der 21-Jährige erhielt vom Amtsgericht Landau jedoch die Auflage, 50 Sozialstunden zu leisten, wie Gerichtsdirektor Hans Pieringer am Donnerstag sagte.

Der Fall hatte im September 2012 für Schlagzeilen gesorgt: Mit Videos gefährlicher Mutproben wollten vier Freunde im Internet für Aufsehen sorgen. Der letzte waghalsige Stunt endete für einen 20-Jährigen tödlich.

Seine Kumpels hatten ihn mit Klebeband an ein Spielplatzkarussell gebunden, das sie mit Hilfe eines Autos gefährlich schnell drehten. Der 20-Jährige wurde aus dem Karussell geschleudert und starb noch an der Unfallstelle. Der angeklagte 21-Jährige hatte den Wagen gefahren.

Zwar war das Gericht überzeugt, dass er den Tod mitverschuldet hatte. Strafmildernd habe die Kammer jedoch bewertet, dass sich das Opfer ausdrücklich gewünscht hatte, an das Karussell gebunden zu werden, erläuterte Pieringer. Gegen die beiden anderen Beteiligten gebe es kein Verfahren.