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Bundesweit haben Kriminelle im vergangenen Jahr mindestens 480 Fahrkartenautomaten gesprengt. In einem Fall kam es zu einem Zwischenfall, der für einen Räuber tödlich endete.
Bundesweit haben Kriminelle im vergangenen Jahr mindestens 480 Fahrkartenautomaten gesprengt. In einem Fall kam es zu einem Zwischenfall, der für einen Räuber tödlich endete. © Symbolbild: dpa
13.05.2014

Tod bei Sprengung eines Fahrscheinautomaten - Komplizen schweigen

Hanau/Wittighausen. Sie sollen einen Fahrkartenautomaten gesprengt haben - doch bei der Tat in Wittighausen (Main-Tauber-Kreis) starb einer der Männer. Seit Dienstag müssen sich zwei Angeklagte nun im hessischen Hanau wegen Mordes an ihrem Komplizen verantworten. Die beiden sollen den schwer verletzten Mann nach der missglückten Sprengung zunächst nach Hessen transportiert und dort sterbend vor einem Bahnhof abgelegt haben, bevor sie die Flucht ergriffen.

Die Staatsanwaltschaft spricht von Mord. Die beiden Angeklagten aus dem hessischen Schlüchtern schwiegen zum Prozessauftakt am Dienstag vor dem Landgericht. Die Verteidiger der 52 und 35 Jahre alten Männer wollen mit psychiatrischen Gutachten klären lassen, ob die Männer nach der überraschenden Wendung in der Tatnacht noch steuerungsfähig waren.

Gemeinsam mit dem 47-jährigen Opfer sollen sie den Automaten der Deutschen Bahn im September 2013 bei Wittighausen in die Luft gejagt haben, um an Geld zu kommen. Den schwer verletzten Komplizen aus dem bayerischen Zeitlofs fuhren sie nach der Tat noch 120 Kilometer ins osthessische Bad Soden-Salmünster und legten ihn dort ab. Dann flohen sie mit dem Auto des Toten in ihren Heimatort Schlüchtern. Die Ermittler fanden bei den Männern die Tatwerkzeuge und die Beute - rund 218 Euro.

Bundesweit haben Kriminelle im vergangenen Jahr mindestens 480 Fahrkartenautomaten gesprengt.