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Kein Schwein hatte eine Sau, die auf dem Fahrt zum Schlachthaus vom fahrenden Viehanhänger gesprungen ist. Sie verletzte sich und wurde von der Polizei so lange gehütet, bis der ahnungslose Schweine-Besitzer zurückkam.
Kein Schwein hatte eine Sau, die auf dem Fahrt zum Schlachthaus vom fahrenden Viehanhänger gesprungen ist. Sie verletzte sich und wurde von der Polizei so lange gehütet, bis der ahnungslose Schweine-Besitzer zurückkam. © dpa
14.03.2012

Todesmutiger Fluchtversuch endet im Schlachthaus

Nagold. Der todesmutige Fluchtversuch eines Hausschweins endete in Nagold nur mit einem kurzzeitigen Happy-End. Am Ende hatte die während der Fahrt von einem Viehanhänger gesprungene Sau doch kein Schwein. Erinnerungen an ihren Aufsehen erregenden Ausflug hat der Schweine-Besitzer jetzt wohl nur noch in Form von Schinken, Haxen und Wurstdosen.

Der 41-jähriger Mann fuhr mit seinem Viehanhänger auf der B28 von Jettingen in Richtung Rohrdorf. Sein Ziel: das Schlachthaus. Unterwegs nahm eine im Viehanhänger mitfahrende Sau offensichtlich in böser Vorahnung allen Mut zusammen und sprang bei einer Geschwindigkeit zwischen 60 und 70 Stundenkilometern über den Verschlag des Anhängers auf die Bundesstraße.

Am Fahrbahnrand blieb sie benommen liegen. Dem Viehtransporter hinterher fahrende Auto-Fahrer versuchten erfolglos, den Fahrer durch Hupen auf seinen Ladungs-Verlust hinzuweisen. Der merkte erst nach rund 25 Kilometern, dass die Sau in voller Fahrt das Weite gesucht hatte.

Um die hatte sich zwischenzeitlich die von Verkehrsteilnehmern verständigte Nagolder Polizei liebevoll gekümmert. Der traumatisierte Vierbeiner hatte sich bei seinem waghalsigen Sprung in die vermeintliche Freiheit leichte Verletzungen am Hinterlauf zugezogen.

Letztlich kam es, wie es kommen musste: Das Schwein wurde von seinem Besitzer wieder abgeholt. Die arme, aber mutige Sau hatte also doch kein Schwein gehabt. pol/tok