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In der Innenstadt von Karlsruhe (Baden-Württemberg) ist am 27. Februar auf einer Straße ein mit Farbe gezogener Umriss zu sehen. Dort wurde in der Nacht zum Samstag ein Mann angeschossen und mit einem Messer verletzt, der später im Krankenhaus verstarb.
In der Innenstadt von Karlsruhe (Baden-Württemberg) ist am 27. Februar auf einer Straße ein mit Farbe gezogener Umriss zu sehen. Dort wurde in der Nacht zum Samstag ein Mann angeschossen und mit einem Messer verletzt, der später im Krankenhaus verstarb. © dpa
29.02.2016

Tötungsdelikt in Karlsruhe: Mann starb durch Schuss und Messerstich

Karlsruhe. Bei ihren mit Hochdruck betriebenen Ermittlungen nach dem geflüchteten Täter und den Hintergründen des tödlichen Geschehens in der Nacht zum Samstag an der Karlsruher Amalienstraße ist die Karlsruher Kriminalpolizei durch die Obduktion des türkischen Opfers vielleicht einen Schritt weitergekommen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der am Montag am Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg durchgeführten Obduktion des Getöteten ist davon auszugehen, dass dieser an den Folgen einer Schussverletzung wie auch einer am Oberkörper festgestellten schweren Stichverletzung verstorben ist.

Das mögliche Tatmesser wurde von der Polizei auf dem Fluchtweg des mutmaßlichen Täters sichergestellt. Eine zu dem Messerstecher und Todesschützen führende Spur scheint es allerdings noch nicht zu geben.

Aufgrund von Zeugenaussagen und der am Tatort gesicherten Spuren ist nunmehr davon auszugehen, dass es zwischen dem späteren, schwerstverletzt auf dem Gehweg aufgefundenen Opfer und einem noch unbekannten Mann zunächst in dem vor dem Haus Amalienstraße 40 geparkten Auto des 43-Jährigen zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Diese setzte sich dann außerhalb des Wagens fort, wobei es letztlich zur Schussabgabe kam. Wie berichtet, wurde unmittelbar danach ein Verdächtiger dabei beobachtet, wie dieser zunächst in Richtung Mühlburger Tor wegrannte und dann in die Leopoldstraße einbog. Auch hier wurde der Mann noch einmal von Zeugen gesehen.

Zur Ergreifung des Täters und zur Klärung der Tat sind die rund 30 Angehörigen der unter der Leitung von Kriminaldirektor Hubert Wörner stehenden Sonderkommission noch immer mit Volldampf dabei, die Hintergründe des tödlichen Geschehens aufzuhellen. Gegenwärtig klären die in alle Richtungen ermittelnden Beamten noch eine ganze Reihe von Spuren und Anhaltspunkten ab. Darunter befinden sich auch einige wenige nach der Veröffentlichung in den Medien eingegangene Hinweise.

Neben der teilweise beim Landeskriminalamt durchgeführten Auswertung am Tatort gesicherter Spuren wie auch der Befragung von Zeugen des Tatgeschehens beziehungsweise aus dem Umfeld des Opfers setzen die Ermittler weiter auch auf Mithilfe aus der Bevölkerung. Wer Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Tötungsverbrechens beitragen können, wird unter Telefon (0721) 939-5555 um seine Meldung gebeten. Auch ist das vertrauliche Telefon (0721) 939-6666 weiterhin rund um die Uhr geschaltet.

Der Gesuchte ist offenbar Südländer, 30 bis 35 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank. Er hat dunkle Haare und trug einen schwarzen Stoppelbart. Zudem fiel sein markant eckiges Gesicht auf. Bekleidet war er mit einem Sweatshirt mit Kapuze, dunklen Jeans und Turnschuhen mit heller Sohle; zudem trug er graue Handschuhe mit blauen Fingerspitzen.