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Humboldt-Pinguine im Luisenpark in Mannheim.
Humboldt-Pinguine im Luisenpark in Mannheim. © dpa
03.03.2017

Toter Pinguin in Mannheim: Raubtierangriff oder Diebstahl?

Mannheim (dpa/lsw). Den Pinguin aus Mannheim hat anders als angenommen wohl ein Raubtier getötet. Das teilte zumindest die Polizei am Freitag mit Verweis auf das Obduktionsergebnis mit. Es könne aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Mensch das Tier umgebracht habe.

Der Vogel war am 11. Februar aus dem Luisenpark verschwunden. Die Behörden hatten zunächst ausgeschlossen, dass er im Gehege von einem Wildtier gerissen oder selbst entlaufen sein könnte.

„Es lässt sich nach wie vor weder ein Diebstahl des Pinguins ausschließen, noch dass er bereits im Gehege einem Wildtier zum Opfer gefallen war“, teilte die Polizei mit. Der Körper des toten Tieres wurde am 16. Februar am Rande eines Parkplatzes gefunden - ohne Kopf.

Tagelang rätseln die Einwohner von Mannheim über das Schicksal eines verschwundenen Pinguins. Ein Überblick über die Ereignisse:

11. Februar: Ein etwa fünf Kilogramm schwerer Humboldt-Pinguin verschwindet aus seinem Gehege im Mannheimer Luisenpark. Die örtliche Polizei nennt als Zeitpunkt später zwischen 8.00 Uhr und 15.00 Uhr.

13. Februar: Die Polizei macht den Verlust des 50 bis 60 Zentimeter großen Vogels öffentlich. Die Untersuchung des Geländes habe ergeben, dass der Vogel eigentlich nicht weggelaufen oder von einem Raubtier verschleppt worden sein könne, teilt der Luisenpark mit.

14. Februar: Die Anteilnahme der Mannheimer Bevölkerung ist groß. «Unsere Facebook-Seite explodiert nahezu - wir haben Hunderttausende Zugriffe auf den Pinguin-Fall», sagt die Polizei. Die Behörden erinnern daran, dass der erst zehn Monate alte Vogel ohne besondere Bedingungen wie spezielle Nahrung keine Überlebenschance hat.

16. Februar: Ein Fußgänger findet den verschwundenen Pinguin tot unweit des Luisenparks - ohne Kopf. «Die Verletzungsmuster deuten auf Tierfraß hin», sagt ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft Mannheim leitet ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt ein.

17. Februar: Der Kadaver trifft beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Karlsruhe ein. Experten sollen feststellen, wann und woran der Pinguin gestorben ist.

3. März: Die Polizei gibt bekannt, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Raubtier den Pinguin getötet hat. Ausschließen lasse sich aber auch ein Diebstahl nicht.

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