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24.06.2013

"Toter" Rollerfahrer im Straßengraben von Polizei ins Leben zurückgeholt

Tuningen. Das waren Schrecksekunden für die ersten Augenzeugen. Am frühen Sonntagmorgen um 5.06 Uhr meldeten sie der Polizei eine vermutlich tote Person in Tuningen auf der K5711. Die Person liege regungslos im Straßengraben, hieß es. Die alarmierten Polizeibeamten konnten die „Leiche“ jedoch wieder ins Leben zurückbringen.

Sie stellten schnell Schnarchgeräusche fest. So konnten sie davon ausgehen, dass der tief schlafende 45-Jährige nur eine „Schnapsleiche“ war. Wie sich herausstellte, war der betrunkene Mann mit seinem Motorroller auf der Kreisstraße zwischen Tuningen und Talheim ohne Fremdverschulden in den Straßengraben gefahren.

Außer ein paar Schürfwunden und Prellungen hatte sich der Rollerfahrer keine Verletzungen zugezogen. Dies schien ihn nicht weiter zu stören, auch sein Ruheplatz muss ihm nicht missfallen haben, denn er blieb nach dem Unfall einfach liegen und fiel wohl auch gleich in Tiefschlaf. Allzu lange dauerte dieses Nickerchen jedoch nicht. Als die Polizei ankam, brannte das Licht am Motorroller noch und der Auspuff war warm.

Vorsorglich kam der Rollerfahrer mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus. Ein dortiger Alkoholtest ergab 2,29 Promille, weshalb eine Blutprobe veranlasst wurde. Der Führerschein des Rollerfahrers wurde ebenfalls beschlagnahmt. Strafrechtliche Ermittlungen wegen Trunkenheit im Verkehr wurden eingeleitet. Der Roller wurde stark beschädigt und war nicht mehr fahrtauglich.