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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa © dpa
16.10.2017

Trio soll Unternehmer getötet haben - Prozess bis November vertagt

Der Fund zweier Männerleichen sorgte im Rhein-Neckar-Raum für Aufsehen. Am Montag begann der Prozess gegen zwei Männer und eine Frau, die die Unternehmer auf dem Gewissen haben sollen. Kurz nach Beginn wurde die Verhandlung jedoch schon vertagt.

Der Prozess gegen ein Trio, das zwei Unternehmer entführt, erpresst und ermordet haben soll, ist noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt worden. Die Verhandlung vor dem Landgericht Frankenthal werde am 3. November fortgesetzt, sagte der Vorsitzende Richter Alexander Schräder am Montag. 

Grund für die Vertagung sind zwei Anträge. Die Verteidigerin eines Angeklagten rügte die ihren Angaben zufolge fehlerhafte Besetzung der Strafkammer. Die Besetzung eines Ergänzungsrichters und einer Ergänzungsschöffin sei nicht korrekt abgelaufen. Dann beantragte ihr 49 Jahre alter Mandant, von einem anderen Anwalt verteidigt zu werden und begründete das mit mangelndem Vertrauen.
Laut Staatsanwaltschaft sollen die 38 und 49 Jahre alten Türken aus Ludwigshafen und die 43-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln aus Stuttgart, die auf der Anklagebank sitzen, im November 2016 zunächst einen Geschäftsmann (64) aus Brühl in Baden entführt und ihm Geld abgepresst haben. Danach wurde der aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende Mann erdrosselt. Das war nach Ansicht der Anklagebehörde geplant.
Das Trio soll auch einen 49-jährigen Geschäftsmann mit türkischen Wurzeln auf dem Gewissen haben. Er sei entführt und nach der Übergabe von 975 000 Euro Lösegeld erdrosselt worden.
«Mein Vater wurde aus niedrigen Beweggründen aus einem glücklichen und erfüllten Leben von uns genommen», sagte Torun Eyüp, der Sohn eines Opfers. Der Prozess werde für alle Familienangehörigen sehr schmerzhaft werden. In dem Verfahren sind bis Ende Februar 15 weitere Termine angesetzt.