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© Symbolbild: dpa
12.10.2014

Trotz Unfall fährt 78-Jähriger als Geisterfahrer auf A5 weiter

Karlsruhe. Es ist schon verblüffend, wie unbeirrt ein 78-Jähriger auf der A5 als Geisterfahrer unterwegs war und trotz Beinahe-Unfällen und einem tatsächlichen Crash mit seinem beschädigten Mazda einfach weiter in falscher Richtung weiterfuhr. Erst durch das beherzte Eingreifen einer Streifenwagenbesatzung konnte der Mann gestoppt und Schlimmeres verhindert werden.

Am Samstagabend fuhr der Rentner gegen 22 Uhr „vermutlich aufgrund altersbedingter Orientierungslosigkeit“, so meldet es die Polizei, mit seinem schwarzen Mazda entgegen der Fahrtrichtung in Karlsruhe auf die A5 in Richtung Rastatt auf. Der Mann war bis zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Stunden mit dem Auto unterwegs und wollte nach Hause fahren.

Durch die Geisterfahrt wurden mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Letztlich kam es zu einem Unfall mit einem schwarzem Audi A6. Der Fahrer des Audi, ein 70-jähriger selbstständiger Kaufmann, und seine ebenfalls 70-jährige Ehefrau und Beifahrerin blieben, ebenso wie der Falschfahrer, unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 15.000 Euro.

Trotzdem fuhr der mit Hup- und Lichtsignalen gewarnte 78-Jährige konsequent weiter auf der falschen Fahrbahnseite der A5 und konnte nur durch eine Streife der Autobahnpolizei Karlsruhe angehalten und aus dem Verkehr gezogen werden.

In diesem Zusammenhang sucht die Autobahnpolizei Karlsruhe noch Zeugen, insbesondere den Fahrer eines weißen BMW, der nur durch glückliche Umstände nicht zu einem Unfallopfer wurde. Hinweise werden telefonisch unter (0721) 94484-0 erbeten.

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