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23.10.2015

Trotz bevorstehendem Winter: Tausende Flüchtlinge in Zeltstädten

Freiburg. Auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge setzt Baden-Württemberg trotz des bevorstehenden Winters auch auf Zeltstädte. Zelte in der kalten Jahreszeit seien kein Tabu, sagte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

Auch in Maulbronn ist eine Zeltstadt für Flüchtlinge geplant.

Angesichts der hohen Flüchtlingszahl fehle es an genügend Gebäuden und anderen Möglichkeiten der Unterbringung, etwa in Messehallen. Daher würden Flüchtlinge verstärkt in großen Zelthallen untergebracht. Diese würden beheizt und seien winterfest. Als Dach dienten Zeltplanen, die jedoch auch bei Schnee stabil seien.

In Freiburg steht den Angaben zufolge mit der dortigen Erstaufnahmeeinrichtung die größte Zeltstadt für Flüchtlinge im Südwesten mit derzeit knapp 920 Bewohnern. Sie besteht aus drei großen Zelthallen und wird laut Regierungspräsidium bis mindestens September nächsten Jahres in Betrieb sein.

Auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen plant das Land zudem mit vier neu errichteten großen Zelthallen, die derzeit eingerichtet werden und als Winterquartier für insgesamt 1000 Flüchtlinge dienen sollen. An diesem Montag (26. Oktober) gehen sie nach Angaben des Sprechers des Regierungspräsidiums in Betrieb. Bislang hatten rund 400 Flüchtlinge in den örtlichen Messehallen übernachtet.

Auch in Karlsruhe sowie in der Erstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen (Ostalbkreis) sind Flüchtlinge in Zelten untergebracht. Zudem plant die Stadt Freiburg für die Anschlussunterbringung Zelte für 300 Flüchtlinge. Sie sollen in den kommenden Wochen bezugsfertig sein. In Ellwangen will der Leiter der Einrichtung nach eigenen Angaben im Winter aber auf die Zelte verzichten und dafür weitere Gebäude der Kaserne belegen.

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