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Bundeskanzlerin Angela Merkel musste sich in Tübingen Buh-Rufe anhören, während der grüne OB Palmer frenetischen Beifall erhielt. Der Grund: Sie wollte sich nicht ins Goldene Buch der Stadt eintragen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel musste sich in Tübingen Buh-Rufe anhören, während der grüne OB Palmer frenetischen Beifall erhielt. Der Grund: Sie wollte sich nicht ins Goldene Buch der Stadt eintragen. © dpa
18.02.2011

Tübingens OB Palmer stiehlt Kanzlerin Merkel die Show

TÜBINGEN. Buh-Rufe für die Bundeskanzlerin, frenetischer Applaus für den Grünen-OB – so hatte sich die CDU ihre Wahlkampfveranstaltung in Tübingen wohl nicht vorgestellt. Aber die rigorose Weigerung von Angela Merkel (CDU), sich ins Goldene Buch der von einem Grünen regierten Stadt einzutragen, haben ihr viele Tübinger offensichtlich übel genommen.

Umfrage

Wer sollte sich auf keinen Fall ins Goldene Buch der Stadt Pforzheim eintragen?

Castingproll Dieter Bohlen 100%
Szenetussi Paris Hilton 0%
Dschungelcamper Peer Kusmagk 0%
Exfrau Nadja "Naddel" Abd el Farrag 0%
Playboy Silvio Berlusconi 0%
Stimmen gesamt 2

Oberbürgermeister Boris Palmer wurde jedenfalls mehr beklatscht als die Kanzlerin. Palmer konnte in diesem Konflikt nur gewinnen. Hätte sich Merkel in das Goldene Buch eingetragen, wäre der Grünen-Politiker bei allen Fotos von der CDU-Veranstaltung mit im Bild gewesen. Jetzt, da Merkel sich nicht eintragen wollte, konnte der Rathauschef die Kanzlerin vorführen.

CDU-Landtagskandidatin Lisa Federle, für die Merkel werbewirksam angereist war, wollte das Thema noch retten. „Als Autogrammjäger würdest Du Dich nicht eignen, Boris“, gab sie Palmer mit auf den Weg. Aber der schien mit dem Abend auch ohne Merkels Autogramm zufrieden zu sein. Merkel rächte sich auf ihre Weise: Sie ignorierte Palmer so gut es ging. dpa