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Foto: Symbolbild © dpa
11.03.2016

Tumulte bei AfD-Wahlkampffinale in Reutlingen

Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) hat es in Reutlingen Tumulte gegeben. Mehr als 250 Beamte schützten den Wahl-Endspurt in der Stadthalle am Donnerstagabend, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An den Absperrungen davor versuchten den Angaben zufolge rund 500 Gegner aus der linksautonomen Szene, Teilnehmer am Zutritt zu hindern.

Laut Polizei gab es Sitzblockaden, vereinzelte körperliche Angriffe und eine Bombendrohung. Der Telefonanruf sei aber «diffus» und ungefährlich gewesen, deshalb sei von einer Räumung der mit 400 Teilnehmern gefüllten Halle abgesehen worden. Es werde wegen Störung des öffentlichen Friedens ermittelt. Ein 30 Jahre alte Tübinger wurde festgenommen, weil er einen Polizisten mit einem Transparent geschlagen hatte. Der Beamte wurde leicht verletzt.

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte ihren Auftritt am Donnerstagabend in der Stadthalle abgesagt. IG Metall, DGB und Verdi sowie das «Bündnis für Toleranz und Vielfalt Reutlingen» hatten zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, bei der es friedlich blieb.