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In Ulm gilt Albert Einstein vielen als "größter Sohn der Stadt". Künftig sollen der Wissenschaftler und seine jüdische Familie dort mit einer Dauerausstellung gewürdigt werden.
In Ulm gilt Albert Einstein vielen als "größter Sohn der Stadt". Künftig sollen der Wissenschaftler und seine jüdische Familie dort mit einer Dauerausstellung gewürdigt werden.
09.05.2019

Ulm ehrt Albert Einstein als "größten Sohn der Stadt" mit Dauerausstellung

Ulm. An das Physikgenie Albert Einstein soll in dessen Geburtsstadt Ulm künftig auch mit einer Dauerausstellung erinnert werden. Die Einrichtung der Schau mit dem Titel "Albert Einstein und seine Ulmer Familie" habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen, teilte eine Sprecherin mit.

Im Mittelpunkt der Ausstellung im Haus "Engländer" am Weinhof im historischen Stadtzentrum Ulms werden Albert Einstein und seine zweite Ehefrau Elsa stehen, mit der er von 1919 bis zu zu ihrem Tod 1936 verheirat war, erläuterte Stadtsprecherin Marlies Gildehaus. Die Verbindung des Nobelpreisträgers zu seiner Geburtsstadt sei auch nach dem frühen Wegzug der Familie deutlicher ausgeprägt gewesen als die Forschung bislang annahm. Einstein wurde 1879 in Ulm geboren. Obwohl er noch als Kleinkind mit seinen Eltern nach München zog, hat er auch als weltberühmter Wissenschaftler stets Kontakt nach Ulm gehalten.

Das Haus "Engländer" war einst Wohn- und Arbeitsstätte für Einsteins engste Verwandte. Nicht weit davon entfernt stand sein Geburtshaus, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Das Haus "Engländer" liegt zudem in Sichtweite der Ulmer Neuen Synagoge. "Die Geschichte der Ulmer Einsteins ist zugleich eine Geschichte des schwäbisch-jüdischen Bürgertums im 19. und 20. Jahrhundert", heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Der Umbau des Hauses soll Anfang 2021 beginnen, die Ausstellung soll Ende 2021/Anfang 2022 eröffnet werden.