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Er habe seine Frau bei der Tat umarmt und ihr gesagt, er liebe sie, sagte der Staatsanwalt. Dann habe er zugestochen.
Er habe seine Frau bei der Tat umarmt und ihr gesagt, er liebe sie, sagte der Staatsanwalt. Dann habe er zugestochen. © Symbolbild dpa
20.08.2018

Umarmt und zugestochen - Prozess wegen versuchten Mordes an Ehefrau

Karlsruhe. Er soll seine Ehefrau umarmt und dabei auf sie eingestochen haben: Am Montag hat ein Prozess gegen einen Mann in Karlsruhe begonnen, der seine Ehefrau schwer verletzt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 58-Jährigen versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Er habe im vergangenen Dezember in der gemeinsamen Wohnung in Karlsruhe fünfmal auf seine damals 43 Jahre alte Frau eingestochen. Einer der Stiche habe nur knapp die Halsschlagader verfehlt (Az.: 1 Ks 140 Js 45124/17).

Er habe seine Frau bei der Tat umarmt und ihr gesagt, er liebe sie, sagte der Staatsanwalt. Der Mann habe die wehrlose Situation ausgenutzt und heimtückisch gehandelt. Der damals 22 Jahre alte Sohn kam seiner Mutter zur Hilfe und entwaffnete den Vater. Dabei erlitt er eine Verletzung an der Schulter. Die Frau, die von den Philippinen stammt und schlecht Deutsch spricht, sagte, sie wisse nicht, warum ihr Mann zugestochen habe. «Es hat keinen Streit gegeben.»

Der 58-Jährige verfolgte die Verhandlung überwiegend in sich gekehrt und schüttelte bei Vorhaltungen mehrfach den Kopf. Er kündigte eine Aussage für Mittwoch an.