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Boa Constrictor aus Terrarium in Hohenwettersbach entwichen
Boa Constrictor aus Terrarium in Hohenwettersbach entwichen © Symbolbild: dpa
02.08.2012

Umsonst ausgebüxt: Boa wieder eingefangen

Karlsruhe-Hohenwettersbach. Entwarnung in Karlsruhe: Eine am Donnerstag ausgebüxte Würgeschlange ist noch am selben Tag wieder hinter Schloss und Riegel gekommen. Der Besitzer der Boa Constrictor entdeckte sein exotisches Haustier am Abend auf einer nahen Wiese, wie die Stadt mitteilte.

Das Tier ist etwa 2,30 Meter lang und wurde von seinem Halter am Morgen nicht mehr im Terrarium vorgefunden. Die Suche, unterstützt von Polizei und Halter, führte lange zu keinem Ergebnis. Auch in der Nähe des Kindergartens und der Ferienspielaktion - beide Einrichtungen wurden sofort informiert - hatte sich das Tier nicht gezeigt.

Da die Tiere dämmerungs- oder nachtaktiv sind, war davon auszugehen, dass die Boa sich während des Tages in einen ruhigen Unterschlupf zurückgezogen hatte, da sie auch Lärm meidet. In den Abendstunden kann solche Tiere aber durchaus wieder aktiv werden. Die Polizei riet, sich dem Tier nicht zu nähern und sich ruhig zu verhalten. Generell gilt: Es besteht keine akute Gefährdung für Erwachsene oder auch Kinder.

Eine Boa Constrictor ernährt sich von kleinen Säugetieren, wie etwa Mäusen, Ratten, Meerschweinchen oder Kaninchen. Erwachsene und auch Kleinkinder gehören nicht zum „Beuteschema“ des Tieres, Zwischenfälle sind nicht dokumentiert. Kommt man dem Tier zu nahe, besteht allerdings die Gefahr, dass sich eine Boa verteidigt und zubeißt. Dieser Verteidigungsbiss ist schmerzhaft, stellt aber keine Gesundheitsgefährdung dar. Trotzdem wird die Kontrolle durch einen Arzt empfohlen.

Vorsorglich hatte die Ortsverwaltung Hohenwettersbach die Ferienspielaktion des Stadtjugendausschusses, die ursprünglich im so genannten Bassin stattfinden sollte, in die Lustgartenhalle verlegt.