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02.11.2015

Unfall nimmt überraschende Wendung: 2.000 Euro Schaden

Ludwigsburg. Eine überraschende Wendung nahmen die Ermittlungen zu einem Unfall, der sich am Sonntag um 07.50 Uhr in der Alten Bahnhofstraße in Renningen ereignete. Die angebliche Fahrerin des Unfallfahrzeuges saß gar nicht am Steuer, sondern ihr alkoholisierter Beifahrer.

Zunächst wurde die Polizei in dem Glauben gelassen, dass eine 19 Jahre alte Fahrerin, die gemeinsam mit einem 22-jährigen Beifahrer unterwegs war, aufgrund eines Sekundenschlafs nach rechts von der Fahrbahn abgekommen war und in der Folge mit ihrem Smart gegen ein am Straßenrand geparkten Mercedes fuhr. Als sich jedoch noch am Vormittag eine besorgte Zeugin erkundigte, ob die Polizei einen Unfall mit einem verletzten Smart-Fahrer aufgenommen habe, wurden die Beamten hellhörig. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die junge Frau nicht am Unfall beteiligt war. Sie hatte auf Bitten ihres 22-jährigen Bekannten, der wohl alkoholisiert gefahren war, gegenüber der Polizei gelogen, um ihn vor einem eventuellen Führerscheinentzug zu schützen. Dies gestanden die Beiden auch der Polizei. Der 22-Jährige, der durch den Unfall leichte Verletzungen erlitt, muss nun mit einer Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht, Fahrens unter Alkoholeinfluss und falscher Verdächtigung rechnen. Darüber hinaus musste er sich einer Blutentnahme unterziehen und sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Auch seine 19 Jahre alte Komplizin muss sich auf eine Anzeige wegen Strafvereitelung gefasst machen. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 2.000 Euro beziffert.