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Ein Ersthelfer in Sindelfingen hatte versucht, einen tödlich verletzten Fußgänger zu reanimieren. Das Unfallopfer hatte aber, so die Polizei, eine ansteckende Krankheit.
Ein Ersthelfer in Sindelfingen hatte versucht, einen tödlich verletzten Fußgänger zu reanimieren. Das Unfallopfer hatte aber, so die Polizei, eine ansteckende Krankheit. © Symbolbild: dpa
01.08.2014

Unfallopfer ohne ansteckende Krankheit - Ersthelfer nicht in Gefahr

Sindelfingen. Aufregung in Sindelfingen: Nach einem tödlichen Unfall hat die Polizei wegen einer möglichen Ansteckung dringend nach einem Ersthelfer gesucht - später aber Entwarnung gegeben. Der Verdacht auf eine beim Unfallopfer vermutete ansteckende Krankheit habe sich nach einer Blutuntersuchung nicht bestätigt, teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit.

Es wurde heftig spekuliert, dass das verletzte Unfallopfer HIV-infiziert gewesen sein soll. Dieser Verdacht erscheint nun als unbegründet. Den ersten polizeilichen Ermittlungen zufolge aber soll der 37-jährige Unfalltote "an einer ansteckenden Krankheit" gelitten haben.

Am Donnerstagabend gegen 21.50 Uhr ereignete sich auf der Hans-Martin-Schleyer-Straße in Sindelfingen ein Verkehrsunfall, bei dem ein 37-jähriger Fußgänger von einem Auto erfasst und getötet wurde. Der 18-jährige Autofahrer war von Böblingen kommend in Richtung Ortsausgang unterwegs und wechselte im Bereich der Einmündung der Mercedesstraße auf den linken der beiden stadtauswärts führenden Fahrstreifen. An einer ampelgeregelten Fußgängerfurt hatte der 37-Jährige ersten Ermittlungen zufolge versucht, die Fahrbahn für den Autofahrer von links kommend zu überqueren und wurde dabei von dem VW Golf erfasst.

Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Unter mehreren Ersthelfern soll ein bislang unbekannter Mann an dem Unfallopfer Reanimationsmaßnahmen vorgenommen haben. Bei Eintreffen der Polizei soll er laut Zeugenaussagen nicht mehr am Unfallort gewesen sein. Bislang scheint sich der Mann nicht bei der Polizei gemeldet zu haben.

Unklarheit herrscht auch noch bei der Schuldfrage. Ob die Ampel auf Rot stand, war zunächst ungewiss. Der junge Fahrer des Wagens erlitt einen Schock.

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