nach oben
Der Unfalltod einer Familie auf der A5 gibt weiter Rätsel auf. © dpa
31.10.2012

Unfalltod einer Familie gibt Ermittlern weiter Rätsel auf

Baden-Baden (dpa/lsw) - Nach dem tragischen Tod einer Familie auf der Autobahn 5 bei Baden-Baden setzen die Ermittler noch immer die Puzzle-Teile zusammen. «Das Auto der Opfer ist so zerstört, dass sich der Unfallhergang nur schwer daraus ablesen lässt», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

Bildergalerie: Auto zerrissen: Familie mit zwei Kindern stirbt auf der A5.

Zudem seien Aussagen von Zeugen widersprüchlich. «Es ist durchaus möglich, dass wir das Geschehen nie bis in letzte Detail klären können.» Bei dem Unfall waren in der Nacht zum Montag ein Ehepaar und dessen zwei Kinder ums Leben gekommen, ein weiterer Fahrer wurde verletzt.

Ausgangspunkt war, dass die Familie mit ihrem Wagen auf dem mittleren Fahrstreifen in ein anderes Auto hineinfuhr. Wie es dazu kam, ist unklar. Der Fahrer des ersten Autos konnte sein Fahrzeug offensichtlich noch auf den Seitenstreifen manövrieren und blieb unverletzt. Das Auto der Familie war wohl nicht mehr fahrtauglich. Deshalb stiegen Vater, Mutter und die Zwillinge im Alter von acht Jahren aus. In diesem Moment raste ein Geländewagen in das Auto und riss es förmlich auseinander.

Die Ermittler müssen jetzt klären, ob die vier Menschen bereits zu diesem Zeitpunkt starben. Erste Meldungen, dass noch drei weitere Autos in den Unfall verwickelt seien könnten, wollte die Staatsanwaltschaft nicht vertiefen. Es gebe aber keinen Verdacht auf einen Unbekannten oder gar Fahrerflucht. «Wir suchen im Zusammenhang mit diesem Unfall nach niemandem.»

Ein Gesamtbild ergebe sich erst, wenn alle Obduktionsberichte und Gutachterstellungnahmen vorliegen, sagte der Sprecher. Dies könne noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.