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Polizisten suchten im November bei Endingen in den Weinbergen nach einer verschwunden 27-jährigen Joggerin. Mehr als 50 Polizisten sowie zahlreiche Helfer von Rettungsorganisationen waren im Einsatz - vergeblich. 

Ungeklärte Morde - Ermittlern fehlt entscheidende Spur

Endingen (dpa/lsw) - Drei Wochen nach Auftauchen einer gemeinsamen DNA-Spur bei zwei ungeklärten Mordfällen in Deutschland und Österreich fehlt den Ermittlern der entscheidende Hinweis.

Die Suche nach dem unbekannten Mörder habe bislang nicht zum Erfolg geführt, sagte eine Polizeisprecherin in Freiburg am Donnerstag. Auch das Absuchen von Fernfahrerrouten sei ergebnislos geblieben. Die Polizei suche weiter einen unbekannten Mann. Dieser hat den Angaben zufolge im Januar 2014 in Kufstein in Österreich eine 20 Jahre alte Studentin sowie im November vergangenen Jahres im rund 400 Kilometer entfernten Endingen bei Freiburg eine 27 Jahre alte Joggerin getötet.

Beide Opfer wurden den Angaben zufolge sexuell missbraucht und erschlagen. Ende Januar war bekannt geworden, dass an beiden Tatorten identische Körperspuren eines unbekannten Mannes gefunden wurden. Seitdem fahnden deutsche und österreichische Ermittler gemeinsam. Seit dem Bekanntwerden des Zusammenhangs hätten sich mehr als 350 neue Hinweise ergeben, sagte die Sprecherin. Diese würden nun überprüft.

Einen Zusammenhang zu einem Sexualmord an einer 19 Jahre alten Studentin Mitte Oktober 2016 in Freiburg, die ursprünglich aus dem Enzkreis stammt, sehen die Ermittler nicht. Verdächtig in diesem Fall ist ein junger Flüchtling aus Afghanistan. Er sitzt seit seiner Festnahme Anfang Dezember in Untersuchungshaft.

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