Heidelberg - Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufs
Am 24. Januar hatte ein 18-Jähriger an der Hochschule um sich geschossen. Eine 23-jährige Studentin starb, acht weitere Studierende wurden verletzt. 

Uni-Rektor nach Amoklauf in Heidelberg: Werden das Geschehene nicht vergessen

Heidelberg. Fast drei Monate nach dem Amoklauf arbeitet die Universität Heidelberg weiter an der Aufarbeitung. "Die psychologischen Betreuungsangebote für die Betroffenen gibt es nach wie vor, und sie werden auch weiter in Anspruch genommen", sagte Rektor Bernhard Eitel der "Rhein-Neckar-Zeitung". Mit der Fakultät für Biowissenschaften, den Betroffenen und dem für den Bau zuständigen Finanzministerium liefen Gespräche über einen permanenten Gedenkort. "Was wir neben dem individuellen Gedenken an die getötete Studentin suchen, ist eine Lösung für alle Betroffenen, die im Zusammenhang mit der ohnehin geplanten Sanierung des Hörsaals steht", sagte Eitel: "Es soll ein Ort für die Gemeinschaft werden, der in die Zukunft weist und Studierende sowie Wissenschaftler anspricht."

Am 24. Januar hatte ein 18-Jähriger an der Hochschule um sich geschossen. Eine 23-jährige Studentin starb, acht weitere Studierende wurden verletzt. Der Schütze tötete sich selbst. Das Motiv ließ sich den Ermittlern zufolge nicht mit vollständiger Sicherheit klären. Womöglich wollte sich der Mann für eine vermeintlich erlittene Kränkung rächen. Bis zuletzt hätten sich keine belastbaren Anhaltspunkte für ein politisches, gar rechtsradikales Tatmotiv ergeben, hatten Staatsanwaltschaft und Polizei Mitte März erklärt.

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Rektor Eitel sagte in dem Zeitungsinterview, die Uni sei inzwischen wieder zum Alltag zurückgekehrt. "Das heißt nicht, dass wir das Geschehene vergessen haben oder vergessen werden. Was passiert ist, gehört jetzt zu unserer Universität und zu ihrer Geschichte", führte Eitel aus: "Aber wir lassen uns von der Amoktat nicht von unseren Aufgaben und unserer Tagesordnung abhalten."