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Nach dem Urteil des Heilbronner Gerichts, handelt es sich bei der Essensaufnahme um etwas privates und damit nicht zu einem versicherten Lebensbereich.
Ausrutschen auf Salatsoße © Symbolbild: dpa
26.03.2012

Urteil: Ausrutschen auf Salatsoße war kein Arbeitsunfall

Heilbronn (dpa/lsw) – Das Ausrutschen eines Daimler-Mitarbeiters in der Werkskantine auf Salatsoße gilt nicht als Arbeitsunfall. Das entschied am Montag das Sozialgericht Heilbronn.

Die Richter wiesen damit die Klage eines 50-Jährigen aus dem Landkreis Ludwigsburg zurück, der im Mai 2010 in der Kantine des Daimler-Werks Sindelfingen auf dem verschmutzten Fußboden ausgerutscht war und sich dabei den Arm gebrochen hatte. Die zuständige Berufsgenossenschaft hatte die Anerkennung des Vorfalls als Arbeitsunfall abgelehnt, dagegen hatte der 50-Jährige geklagt.

Das Gericht in Heilbronn richtete sich bei seinem Urteil nach der gängigen Rechtsprechung, nach der die Essensaufnahme dem privaten und damit nicht versicherten Lebensbereich zuzurechnen ist. Besondere Umstände, die einen Ausnahmefall hätten rechtfertigen können, sah das Gericht nicht als gegeben.