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© dpa
19.12.2012

Verabredung zum Mord: Eine Verurteilung, zwei Freisprüche

Es war eine makabre Verabredung zu Missbrauch und Mord: Ein Mann aus Heidenheim ist als einziger aus einem Trio für diese Pläne verurteilt worden. Zwei weitere Angeklagte aus Bayern und Nordrhein-Westfalen kamen glimpflich davon.

Ellwangen (dpa/lsw) - Weil er bereit war, seine Ex-Freundin und seine Nachbarin zu vergewaltigen, ist ein Heidenheimer zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Zwei weitere Angeklagte aus München und Eitorf in Nordrhein-Westfalen sind vom Vorwurf der Verabredung zu Mord und Vergewaltigung freigesprochen worden, wie der Vorsitzende Richter Gerhard Ilg am Mittwoch am Landgericht Ellwangen verkündete. Die 54 Jahre alten Männer erhielten allerdings Bewährungsstrafen für den Besitz von kinderpornografischen Bildern und Videos.

Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Verabredung zu Mord und Vergewaltigung per SMS langjährige Haftstrafen für alle drei Angeklagten gefordert. Die Kammer war aber nur davon überzeugt, dass der 41-Jahre alte Heidenheimer ernsthaft bereit dazu war, seine Ex-Freundin und seine Nachbarin zu vergewaltigen. Sein Motiv war demnach eine Verknüpfung von seinen sexuellen Fantasien und Rache an seiner früheren Partnerin.